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Origami

05/06/2017

‪Spuren auf der Seele sind wie ein Knick in dickem Papier. Man kann immer wieder darüber streichen, er bleibt trotzdem zu sehen. ‬

Wie über einen Knick in Papier streicht man auch über Spuren auf der Seele, nur nicht mit dem Finger, sondern mit neuen Erfahrungen. Welchen, die bestenfalls nicht wieder knicken, sondern glätten. Die beibringen, dass nicht alles böse Knicke hinterlässt.

Wenn man Papier oft genug glatt streicht, wird die Stelle, an der der Knick war, irgendwann glatt. Man sieht noch, dass da etwas war, weil sich Staub dort gesammelt hat, weil kleinste Risse immer zu sehen sein werden, aber irgendwann ist es nur noch eine farbliche Abweichung.

Wenn man Erlebtes oft genug anders erfährt, wird die Stelle, an der die Seele zerknickt ist, auch irgendwann glatt, hört auf, zu ziepen, und vernarbt. 

Das macht Therapie und das, was man daraus mitnimmt. Zumindest für mich. Und darüber bin ich sehr froh.

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2 Kommentare
  1. Welch feine Allegorie!

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