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Das liebe Geld

20/04/2017

Das mit dem Geld ist ja nicht nur bei mir ein immer mal wiederkehrendes Thema.

Es ist nicht alles, es macht allein auch nicht glücklich, es ist ungerecht verteilt und meistens ist zu wenig davon da.

Soweit der allgemeine Tenor.

Ich selbst habe einerseits lange gebraucht, um mit Geld richtig umgehen zu können, andererseits auch recht lange sehr bis zu wenig davon gehabt zum Leben.

Und ich hatte zum Glück viel Hilfe und zeitweise genug Jobs (naja, maximal 2. Lassen wir die Kirche im Dorf.) gleichzeitig, um das alles irgendwie zu wuppen.

In dieser Zeit baute ich Schulden ab, die ich zwar mit-, jedoch nicht allein verschuldet hatte. Wochentags in Vollzeit im Büro, wochenends in Teilzeit beim Pizzaservice. Von diesen Wochenenden habe ich gelebt, alles andere ging an die Gläubiger, 6 Monate lang, in denen ich glücklicherweise keine Miete zahlen musste, sondern bei meiner großartigen Mutter wohnen durfte.

Danach fing ich in kleinen Schritten wieder an, selbstständig zu werden. Doch trotz allem habe ich über die Jahre weiterhin jeden Cent zweimal umgedreht.

Jetzt bin ich bald zehn Jahre im Unternehmen, mein Einkommen ist also durchaus ein anderes. 

Ich arbeite in Teilzeit, natürlich der Kinder wegen, bekam noch nie Unterhalt, „nur“ Unterhaltsvorschuss. Immerhin ab Juli wieder für beide Kinder, was ich doch sehr schön finde. Bezahle für die Betreuung beider Kinder anteilig, was ich muss, bezahle Miete und Steuern, Versicherungen, Essen und Trinken, Freizeitlichkeiten, alles allein – und es geht uns gut. Ich frage mich nicht am Monatsersten, was wir bis zum Gehalt am 16. essen sollten, Tapete oder Moos. Sicherheitshalber schaue ich alle paar Wochen auf mein Konto und überschlage die Fixkosten des kommenden Monats. 

Neu ist seit etwa einem Jahr, dass ich dann überrascht feststelle, dass alles in Ordnung und im finanziellen Rahmen ist. Nachdem ich 12 Jahre lang ständig zu wenig Geld für alles mögliche hatte, lieber verzichtet habe, lieber zuhause blieb, lieber nur wünschte, statt mir zu kaufen, was auch immer – auf einmal kann ich.

Und – auch sicherheitshalber – bete ich mir dann immer wieder vor, dass ich das allein geschafft habe. Ich habe mir diesen Stand der Dinge erarbeitet und ich darf ihn genießen und mich darüber freuen. 

Es ist mein persönliches kleines Beispiel dafür, dass man eigentlich alles schaffen kann. Sowas ist wichtig. 

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4 Kommentare
  1. Riedbahn Alemao permalink

    Super, ich freue mich für dich! Gut gemacht! 💪💪💪💪💪

  2. Eine der wichtigsten Erfahrungen im Leben: Selbstwirksamkeit. Ja, wir können alles schaffen. Mit Geduld, Ausdauer und step-by-step.

    »Die Schönheit der Chance
    Dass wir unser Leben lieben so spät es auch ist
    Das ist nicht die Sonne die untergeht
    Sondern die Erde die sich dreht«

    • Eine schöne Formulierung.
      So ist es auch. Es hilft aber dabei, daran zu glauben, wenn man so einen Step geschafft hat. 🙂

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