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Strickmuster für einen Tagesablauf

09/03/2016

Es ist halb acht. Meine beiden Kinder sind in den Betten. Ich sitze mit einem Glas Wein vor meinem Schrank Olaf, Füße hoch, der Ofen knistert. Die Küche ist den Umständen entsprechend aufgeräumt, der Esstisch fast leer, es liegt nur ein Minimum an Spielzeug herum. Ich blicke den vergangenen Tag an und bin stolz. Stolz auf meine Söhne und auch stolz auf mich.

Um sieben gingen sowohl der Wecker als auch der Einjährige, ganz pünktlich. Der Erstklässler ließ sich nur etwa dreimal bitten, ehe er auch recht protestarm aus dem Bett kullerte. Während ich beiden Frühstücksbrote machte, verschwand der Große im Bad und der Kleine krebste mir im Schlafsack um die Füße. Dann gemeinsames Frühstück, bei dem ich mit Junior nochmal alle Punkte bis zum Wiedersehen am Nachmittag durchging. Bebi mit der Trinkflasche auf den Boden, mich anziehen und in 5 Badezimmerminuten salonfähig machen. Bebi waschen, wickeln und anziehen, derweil Junior in Jacke und Schuhe dirigieren. Schnell Schulbrote für ihn und mich. Obst dazu – Abreisebereitschaft. „Vergiss dein Sportzeug nicht und gib Bebi einen Kuss!“ Fünf vor acht ist der Große auf dem Weg zur Schule.

Bebi und ich hocken uns direkt ins Auto, halbe Stunde Fahrt zur Tagesmutter. Kurzer Abschiedsschmerz beiderseits – dann nichts wie weiter. Nochmal 20 Minuten Fahrt ins Büro, plus Parkplatzsuche. Pünktlich um zwei Minuten vor neun trete ich meinen ersten Arbeitstag nach 1,5 Jahren Babypause an.

Bis um drei zwischendurch immer mal wieder der bange Blick auf das Telefon, aber keine schlimme Nachricht von der Tagesmutter, ein kurzer Anruf vom Nachmittagshort des Großen: Er hat sich auf die Nase gelegt, aber glimpflich, und ist wie abgemacht um zwei zum Opa gegangen.

Um drei Uhr fällt der Hammer. Ab ins Auto, nächster Halt: Tagesmutter. Ein ziemlich müdes, aber insgesamt zufriedenes Kleinkind abholen, von dem auch nur positives berichtet wurde. Langsam stellt sich Erleichterung ein. Auf der Heimfahrt schläft der Kleine ein.

Der Große erzählt beim Abholen gleich, sein Tag sei prima gewesen, die Hausaufgaben habe er im Hort gemacht und auch dort gegessen und überhaupt, ob er morgen wieder hin darf.

Um 16 Uhr sind wir alle wieder zuhause. Noch zwei Stunden Zeit zum Spielen, Kuscheln und um Erlebtes vom Tag auszutauschen. Und: Für mich, um auch mal warm zu essen. Dann gibt es für jedes Kind ein Käsebrot. Bettfertig machen und Zähne putzen, dann ist Bebi auch schon im Bett. Junior ist ja „schon groß“ und darf deshalb bis gegen sieben aufbleiben. Zubettbringung, „Gute Nacht, Licht aus, leise Musik ist noch erlaubt“ – and here we are: Halb acht, Füße hoch. So dürfen die Tage in etwa immer laufen, dann ist das mit dem Alleinerziehend auch sehr machbar.

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2 Kommentare
  1. Du bist die Allertollste.

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