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Alles neu

26/11/2015

Fast vier Wochen in der neuen Wohnung. Was soll ich sagen? Es ist großartig. Hier ist so viel Platz. Was ich vorher mit zwei Kindern in 56 Quadratmeter stopfte, habe ich hier auf 108 Quadratmetern in fünf Zimmern geradezu versteckt. Von wegen „viel mehr sauber zu machen“: Hier muss ich keine gefühlten 30 Möbelstücke 40mal herumschieben, wenn ich staubsaugen will. Ich komm einfach mit dem Staubsauger drumrum. 

Was habe ich die Nachbarschaft gehasst in Kiel. Hier gibt es die Familie von oben, ein Ehepaar mit achtzehnjährigen Zwillingstöchtern. Mit deren Mutter ich schon auf du-und-du bin, die „alles ganz locker“ nehmen. Wegen denen ich auch sonntags die Bohrmaschine schwingen dürfte, sie würden es wegen der 120 Jahre alten Wände eh nicht hören. Die sich trotzdem ständig Sorgen machen, ihr kleiner Terrierverschnitt könnte meine Kinder wecken (tut er nicht. Nie.). Dann gibt es die beiden Partien drüben, mit zwei Hunden. Einer kommt fast täglich mindestens bis in den Hausflur, um Hallo zu sagen, spielt mit Junior auf dem Hof Ball und ist überhaupt der geduldigste Vierbeiner, den ich kenne. Der andere ist der Aufpasser, verbellt jeden, der nicht Herrchen ist, und sorgt dafür, dass ich eigentlich nie die Türen abschließen müsste. An ihr traut sich eh keiner vorbei. Herrchen fragte gleich zu Anfang vorsichtig, ob wir vor 6:15 Uhr draußen seien, wenn nicht, könnte er Nala ja mal ein bisschen entspannt laufen lassen, so wie immer. Klar kann er das. 

Ich habe einen Kachelofen und liebe die Wärme, die er macht. Ich lebe noch zwischen Kartons, weil die Kieler Wohnung noch nicht abgegeben ist und mir deshalb noch vier Tage im Nacken sitzt. 

Ich sitze hier und höre Musik, nicht über Kopfhörer, sondern einfach so. Ich muss mir keine Sorgen machen, dass das Nachbarn stört. Keine, dass ich mit Kopfhörern die Kinder nicht hören kann. 

Ich habe jetzt einen kleinen Garten vorm Haus. Junior möchte im Frühjahr einen kleinen Gemüsegarten anlegen. Ich habe einen Schuppen im Hof und eine Hälfte des Doppelcarports gehört mir – auf Nimmerwiedersehen, allabendliche Parkplatzsuche durch drei Straßenzüge! 

Bis zu Omi sind es 2,5km. Bei gutem Wetter 20 Minuten zu Fuß, bei schlechtem 5 mit dem Auto. Aus- und einparken eingerechnet. Eine mehr bis zu Mama. Einmal lang auf die Schnauze packen bis zu Papa. Genauso der Schulweg.

Junior geht hier gern zur Schule. GERN. Freiwillig! Er ist noch immer der kleine Querschläger, aber hier sind die Lehrerinnen engagiert, haben lauter Ideen, wie in Zusammenarbeit zwischen mir und ihnen der Weg für meinen kleinen Großen geebnet werden kann, freuen sich, dass ich dabei bin, lassen sich nicht beirren. Es ist so toll. 

Ich möchte gern in einem Jahr dieses erste Jahr Revue passieren lassen und sagen: Hier bin ich zuhause. Hierauf habe ich 15 Monate gewartet. Das hier war es wert. Und die Chancen stehen gut.

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11 Kommentare
  1. Locke72 permalink

    Hat dies auf Locke's Welt rebloggt und kommentierte:
    Es gibt es noch, das normale Leben MIT Nachbarn, nicht gegen sie. ❤

  2. Oh Lari, ich freue mich so so so sehr für dich. Du hast es so unendlich sehr verdient. (Und vielleicht darf ich mal zu Besuch kommen.) ❤

  3. Das hört sich ja ganz wundervoll an! Ich wünsche euch, dass es es „zu Hause“ wird!

  4. Hi Lari,
    es freut mich das zu lesen. Es wird und ist alles gut und du bist gut angekommen. Gute Nachbarn sind das wichtigste! 🙂
    Wann ist die Einweihungsparty? 😀
    Liebe Grüße
    Shadowelf

    • Irgendwann dann, wenn die alte Wohnung weg ist und die neue so eingerichtet, dass es wirklich was einzuweihen gibt. 😀

  5. Ich drücke die Daumen.

  6. Frohes neues Jahr, liebe Lari!

    Hach, das klingt alle soooo gut und aus jeder Zeile lese ich einen heruntergefallen schweren Stein vom Herzen, die sich in die Ritzen der Dielen wie von selbst auflösen.
    Auch dass der Junior sich in der Schule gut fühlt, freut mich immens!
    Grüß mir den „Großen“ und Knutschi an den „Teddybären“ 😀

    Liebe Grüße

    Anne

    • Danke, meine liebe Anne, auch dir ein schönes neues Jahr! Ja, das liest du ganz richtig, es ist wirklich ein Unterschied von Welten. Wir fühlen uns hier alle drei richtig wohl und sind froh, dass es endlich geschafft ist. 🙂
      Liebste Grüße ❤
      Lari

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