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Angst ist nicht der Feind

07/11/2014

Meine Art Angst hindert mich daran, auf etwas, das ich als Bedrohung empfinde, mit Aggression zu reagieren. Ich kann wütend werden, aber nur, nachdem ich sorgfältig geprüft habe, ob diese Wut berechtigt ist.
Angst lässt mich konzentrierter beobachten, abwägen, vor allem unauffällig hinterfragen. Ich will nicht verhören oder spionieren, sondern herausfinden, was an dem, was mich verunsichert, dran ist. Erst, wenn ich genau weiß, was mir gegenübersteht, reagiere ich emotional und konsequent.
Was ich immer als Einschränkung betrachtet habe, ist eigentlich auch ein Vorteil. Ich bin überdurchschnittlich lange unentschlossen manchmal. Dass das von außen leicht als Schwäche gewertet wird, verleitete mich, es selbst für eine zu halten. Aber solange kein Zeitlimit besteht, gibt es keinen Grund, eine Entscheidung schnell zu treffen, das beweist nichts. Buchstäblich das Gegenteil ist der Fall: Jedes Handeln, ehe das zugehörige Denken abgeschlossen ist, ist vorschnell. Unüberlegt. Und nur, weil das Überlegen bei mir länger dauert, macht das weder mich noch meine Entscheidung faktisch schwach.

Angst ist nicht mein Gegner, und es ist nicht das Ziel, keine mehr zu haben. Sie ist Teil meiner Persönlichkeit und es ist eine viel erfolgversprechendere Strategie, sie zu nutzen, statt sie zu bekämpfen.

Wozu doch Nächte zum Nachdenken so alles gut sind.

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  1. Kreativitätsbeschallung | larifariabel

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