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Elite! Wenn ich das schon lese!

18/08/2013

Sie ist inzwischen ein geflügeltes, gerupftes und längst gegessenes Wort. Die Elite bei Twitter. Unabdinglicher Bestandteil hunderter Mems, Schimpfwort, Diskussionsgrundlage, Sarkasmusikone.

Wenn man von irgendwem, egal wem, als Elite betrachtet wird, gilt für alles, was man tut, ein ganz neues Regelwerk.

Dann bedeutet ein Retweet eines Accounts, mit dessen Menschen man vielleicht schon unzählige großartige Abende verbracht hat, ein „unnötiges Pushen“, weil der andere auch schon 5000 Follower hat.

Dann ist ein #ff, eine Folgeempfehlung also, nur dann gut, wenn er an einen „kleinen“ Account geht.

Dann darf man nicht mehr ungestraft ignorieren, was man nicht beantworten möchte, weil es sich dabei als Elite um Arroganz handelt. Selbstbestimmt twittert man nur mit unter 1000 Followern.

Sicherlich gibt es Menschen, die abheben, weil ihnen so viele andere folgen. Aber wie will man so ein persönliches Charaktermerkmal feststellen, nur weil man liest, was derjenige schreibt? Wie Arroganz von System oder Befindlichkeit unterscheiden? Verpflichtet Elite zu ständiger Präsenz?

Ich denke, man sollte sich mal die Followerzahl im Twitterprofil wegdenken. Selbstständig. Übrig bleibt ein Account, in den ein Mensch etwas schreibt. Ein Mensch, der frei entscheidet, mit wem er sich worüber unterhält. Die eigene Followerzahl ist tatsächlich seltener als man annimmt ein Argument, um auf eine Reply, die man einfach doof findet, nicht zu antworten. Sie macht auch nicht automatisch bessere, schlechtere oder andere Menschen aus den vorhandenen. Es ist einfach nur eine Zahl. Statistik. Es sind andere Menschen, die eben lesen wollen, was dieser eine schreibt. Wenn man deshalb, nur deshalb schlecht über jemanden redet, weil er in dem Sinne Erfolg hat, drängt sich mir das Wort „Neid“ auf. Neidisch sein will aber eigentlich niemand. Also lassen wir es bleiben.

Und das Wort „Elite“ schenken wir der Universitätsdiskussion zurück.

Liebste Grüße
Eure Lari

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2 Kommentare
  1. Warum den Stress mit den Follower-Zahlen machen? Ich persönlich schaue nie auf die Zahlen. Ich twittere viel und leidenschaftlich und die, die mir besonders positiv aufgefallen sind, mit denen ich gut kommuniziert habe, die bekommen die #ff-Empfehlung. Mir doch egal, wieviele Follower die haben.
    Weitere #ff vergebe ich aber auch gern an Neulinge, die durch mich zu Twitter gekommen sind.

    ich persönlich mache beim Lesen der Tweets keinen Unterschied, WER das geschrieben hat. Und ich freue mich über ein RT eines „Elite“-Twitterati genauso wie über das eines Anfängers.

  2. Wisst ihr eigentlich noch, werden diesen abstrusen Begriff der Twitter-Elite damals ins Welt weite Netz geworfen hat? Das war @DerChrisu mit diesem Blogpost: derchrisu.blogspot.de/2011/11/ein-paar-gedanken-zur-selbsternannten.html
    Als er merkte dass er damit vielen Leuten auf den Schlips trat „die aber doch gar nicht gemeint waren“ huch?! warf er schnell noch einen weiteren halbgaren Blogpost hinterher: derchrisu.blogspot.de/2011/11/von-erdbeben-blumenkubeln-und-twitter.html auf den unser allseits geschätzter @germanpsycho ein wertvolles Kommentar hinterließ. Reaktion des Blogposters? Keine.
    Seit diesen Blogposts geht jedenfalls die Diskussion um die sogenannte „Elite“ Woche für Woche durch die Timeline und ich bin es leid.
    Es gibt schlicht und einfach verschiedene Menschen. Mit manchen verbringt man mehr Zeit mit anderen weniger. Die einen verhalten sich so, die anderen anders.
    Schubladendenken hat mich schon immer angekotzt. Wissen sie wer auch Menschen in Schubladen eingeteilt hat? Genau.

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