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Wie geht dieses „Twitter“?

26/06/2013

Hallo 🙂

Inzwischen dürften ja die meisten wissen, in welchen Social Media-Stall ich gehöre.

Genau. @telekom_hilft – und mit was? Mit Vergnügen!

Aus dem letzten Vergnügen um den „Schlagabtausch“ mit dem @Griegraemer heraus wurde ich gefragt, wie Twitter eigentlich geht. Schwieriges Unterfangen. Nun gut. Ich habe mein Bestes gegeben, hier ist das Ergebnis:

Ich versuche mal, grob zusammenzufassen, was ich darüber weiß, wie Twitter funktioniert.

Der Dialog mit Griesi hat aus mehreren Gründen so eine Wirkung.

Einerseits ist er ein polarisierender Charakter, durch die Art und Weise, auf die er schreibt. Die wenigsten Twitterer kennen ihn gar nicht, entweder man findet ihn lustig oder doof, dazwischen gibt es wenig. Und mit seinem Bekanntheitsgrad weit über seine 10.000 Follower hinaus ist es bei ihm sehr viel wahrscheinlicher als bei anderen, dass viele, auch unbeteilgte User, auf ihn einsteigen.

Dann ist das Ausnahmeverhalten unseres @telekom_hilft-Accounts besonders deshalb so auffällig, weil wir fast nie unseriös rüberkommen oder uns am Geschehen auf Twitter außerhalb unseres Kundendialoges beteiligen. Es gibt andere Firmenaccounts, bspw. Pro7 oder den Playstation-Account, die das häufiger und erfolgreich tun, dafür aber weniger den Ruf eines seriösen Firmen-Accounts als den einer zusätzlichen Werbefläche haben. Wir hingegen leisten Service, zwar ab und zu mit einem Augenzwinkern, für Twitterbegriffe insgesamt jedoch staubtrocken.

Auf Griesi haben wir aber so reagiert, wie es ein twittererfahrener User getan hätte, und das ist neu für die Community. Das gefällt. Das ist anders als das, was man von @telekom_hilft kennt. Und das ist meiner Meinung nach der Hauptgrund für den wahnsinnigen Effekt.

Der @Griegraemer perfektioniert die Methode, Twitter nur mit einem bestimmten Muster zu benutzen, um dem Account einen ganz klaren Charakter zu geben. Bei ihm ist es das Gepöbel. Rabenschwarze Satire, sicherlich nicht immer über der Gürtellinie – die meisten haben inzwischen zumindest eine grobe Vorstellung. Von dieser Linie weicht er öffentlich auch nie ab. Das macht ihn und seinen Bekanntheitsgrad aus. Ein ähnliches Prinzip beherrscht beispielsweise die @Zarenfrau, die ihre Tweets grundsätzlich so schreibt, wie eine gebrochen Deutsch sprechende Russin sie aussprechen würde. Oder Herr @Dr_Dicht, Betreiber des Twitter-Sanatoriums, @germanpsycho, Verfechter der exquisiten Herrenmode sowie Serienkiller mit einem Keller voller Leichen. Im Mikrokosmos Twitter gibt es eine Menge dieser Kunstfiguren, hinter denen nichtsdestotrotz meist sympathische, echte Menschen stecken.

Ihren Charakter haben sie häufig über Jahre kultiviert, inklusive Marotten, die man kennen sollte, wenn man mit ihnen Interagiert. Um ein Beispiel zu nennen: Der @germanpsycho entfolgt jeden, der ihn öffentlich duzt. Ist ja auch eine Frechheit!

Natürlich ist das nicht die einzige Sorte Accounts. Es gibt auch die „Otto-Normal-Menschen“, die einfach von ihrem Tag erzählen, was sie gerade tun, was sie gerade freut oder ärgert. Mal in Wortspielereien verpackt, mal einfach so dahingesagt.

Formulierung und tiefer, satirischer oder doppelter Sinn spielen eine große Rolle.

Wichtig ist also, sich ein bißchen in den User hineinzulesen, um Marotten, Wiederkehrendes, kommunikative Gewohnheiten eines Accounts zu erkennen. Dann kann man individuell darauf eingehen und ein zusätzliches Wow-Erlebnis schaffen.

Fast jeder Account hat im Laufe der Zeit Merkmale mit Wiedererkennungswert entwickelt, seien es bestimmte Formulierungen, wiederkehrende (Kunst-)Worte oder Themen. Das ersetzt bei Twitter quasi das ausführliche Profil, wie man es bei Facebook kennt.

Womit ich mich selten beschäftige, sind Accounts von Prominenten, Bands oder Projekten, die es ja auch gibt. Die werden aber selten von der Person selbst gepflegt, sondern in der Regel von Agenten oder Teams, die exklusiv nur das Positivste berichten – für mich unspannend. Davon abweichend kann man z.B. @KuttnerSarah nennen oder auch @TheBorisBecker, die dafür aber auch häufiger als andere durch den Kakao gezogen werden – ein dickes Fell sollte man schon haben.

Eine vierte Sorte sind die Bots. Also maschinell betriebene, computergesteuerte Accounts, die meistens Werbung posten und sinnlos tausenden von Usern folgen in der Hoffnung, ab und an zurückgefolgt zu werden. Davon gibt es so viele wie Sand am Meer, und sie haben keinen Stellenwert.

Soviel zu den „Personen“.

Was kann man zur Kommunikation sagen?

Grundsätzlich gibt es drei Sorten von Tweets: Tweet, Mention, Reply.

Der Tweet ist einfach eine Aussage. Ein Text, vielleicht ein Link oder ein Bild mit drin.

Die Mention ist ein Tweet, in dem man einen oder mehrere Twitternicks erwähnt, im laufenden Text, nicht zu Beginn.

Tweets und Mentions erscheinen der Timeline jeder Person, die dem Account folgt.

Die Reply ist eine direkte Antwort an einen anderen Account. Dabei steht der Twitternick des Angesprochenen am Anfang des Satzes. Dadurch erscheint er nur in der eigenen Timeline und der des Adressaten, sowie der User, die beiden folgen.

Im Bereich „Verbinden“ tauchen alle Tweets auf, in denen man selbst erwähnt wird, egal, ob Mention oder Reply. Außerdem die Interaktionen „@xy folgt dir jetzt“ und „@xy favorisierte“.

Einige Begriffe, die häufiger auftauchen:

Hashtag: Den # generell kennst du. Ihn im Fließtext zu verwenden ist etwas, was längst nur noch von Anfängeraccounts und einigen komerziellen Accounts benutzt wird, es wird als nicht mehr zeitgemäß angesehen. Zum Einsatz kommt er, am Tweetende angestellt, beispielsweise wenn sich über ein akutelles Thema unterhalten wird (#Aufschrei, #uecl, #justinbieber, etc.), wenn es um eine gerade laufende Fernsehsendung geht (#sg, #gntm, #lanz) oder bei Memes.

Meme: Ein Wortspiel, an dem sich mehrere User beteiligen. Häufig mit einem erklärenden Hashtag versehen. (Bsp: „Einer SCHISS IN das Kuckucksnest  #Griesgraemerfilme“) (Das Meme gab es wirklich, ob der Titel auch vorkam, weiß ich nicht.)

#ff: Die Follow-Empfehlung, die traditionell am Freitag ausgesprochen wird, deshalb steht „ff“ für followfriday. Gern gesehen wird der #ff mit einer Erklärung, warum man diesem bestimmten Twitterer denn gern folgen sollte.

Massenmention: Ein Tweet mit sehr vielen Twitternicks, der dadurch wenig Platz für Text enthält und häufig eher als Belästigung gesehen wird. Andersherum wird die Massenmention auch gerne benutzt, um jemanden zu ärgern. Oder, wenn man sich damit noch nicht so auskennt, als Massen-#ff. (bsp: Folgt @telekom_hilft @onissen @larifariabel @holgi @pupsnase @wasweissich @keks) Davon wird sich kein Twitterer besonders animiert fühlen, einem der genannten Accounts zu folgen. Und es ist auch für keinen davon besonders schmeichelhaft.

Das sind pauschal die Grundlagen, die mir zu Twitter einfallen.

Naja, außer, dass man halt nur 140 Zeichen hat. xD

Wissta Bescheid?

(:

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8 Kommentare
  1. Hat dies auf Moltroff's Stirnlappen rebloggt und kommentierte:
    @Larifariabel erklärt Twitter. Und gewährt nebenbei einen kleinen Einblick in ihren Job bei @telekom_hilft, der dem Unternehmen (und ihr) eine Welle an ungewohnter Sympathie in Folge des herrlichen (und nicht gekarteten) Schlagabtauschs mit @Griesgraemer gebracht hat.

  2. Hat dies auf Riedelwerk.de rebloggt und kommentierte:
    Nach dem großen Schlagabtausch über Twitter, hier ein schöne Erklärung.
    Twitter ist ein Social Media Instrument und hilft bei Fragen, man lernt Menschen kennen und da sind da noch die Schattenseiten.

    Diese wollen wir nicht erläutern, darüber stolpert man (und frau) ohnehin. Wir wollen für ein freundliches und lustiges Twitterleben kämpfen und Stärke zeigen.

    Seid fröhlich und lustig und zeigt es.

    Frank 🙂 😀 :-* ❤

  3. Hier wäre ein leicht verrückter, 28 jähriger Lehrer, der Gitarrist ist, gerne Musik macht, selbstbewusst ohne Ende ist (aber nur manchmal Arschloch und Macho) und den Ausgleich zwischen Ruhe und Musik liebt 🙂 Er hat vor seinem Studium bei SONY BMG Musics gearbeitet und mit 18 Jahren in New York und in Berlin gelebt/gependelt. Er hat ultra viel erlebt und ist der Partyunterhalter, wenn es sein muss. Denn jeder hört seinen Geschichten mit Spannung zu. Er arbeitet seit 4 Jahren in der Schule und ist kürzlich verbeamtet worden. Er sitzt gerade hin und wieder abends an einer Doktorarbeit im religionswissenschaftlichen Bereich. Er ist direkt und ehrlich, Freunde sagen sogar meist „gnadenlos ehrlich“, ohne jedoch undiplomatisch zu sein. Er ist einzigartig und sucht nach einer Frau, die ihm zur Seite steht, wenn er 5 von 365,25 Tagen (ja, er ist verrückt weil er Mathelehrer ist) schlecht gelaunt ist, weil jemand gestorben ist, oder sonstiges. Daran sind seine bisherigen Beziehungen gescheitert, denn keine Frau konnte ihm bisher zeigen, dass sie für ihn da ist, wenn etwas schlechtes passiert. Er hat, gerade wegen der krassen Erfahrungen, viele Ideen und ist open-minded. Er spricht manchmal in der 3. Person von sich selbst, denn er findet das lustig. Ihre Zeilen und der Online-Stern Artikel haben sein Interesse geweckt und er hat sie unbedingt kennenlernen wollen… Und er ist gespannt, ob sie ihm antwortet und was sie ihm dann schreibt… 🙂

    • Hallo Jazz,

      hier wäre eine junge Frau, die in den letzten Wochen ein bißchen zuviel um die Ohren hatte, um früher zu antworten. Er möge ihr verzeihen. Was hat er sich denn vorgestellt? Trinkt er Bier? Dann kann man sich ja gern mal bei einem unterhalten. 🙂

  4. Hat dies auf killefitz rebloggt und kommentierte:
    DAS hat sie aber jetzt schön zusammengefasst.

Trackbacks & Pingbacks

  1. Twitter — Telekom Deutschland scheint Twitter verstanden zu haben | webpixelkonsum
  2. Die mit dem @Griesgraemer tan… twittert | nullenundeinsenschubser
  3. Twitter, Kippen und Schokolade | mueller:manfred

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