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Breakfast at Tiffany’s&Co. – Los Angeles 3

31/05/2013

Tag 3

Für heute war der Plan erst einmal eine Richtung: Santa Monica.

Da wir das System „Metro“ ja nun verstanden hatten, ging es zur Station Hollywood/Western, ein Day Pass wurde auf die tap card geladen, und los ging’s. Vermont/Santa Monica klang schon mal gut, also raus aus dem Underground und auf den nächstbesten Bus in die richtige Richtigung warten. Die Line 4 nach Santa Monica brachte uns bis zum Rodeo Drive. Zwar sind wir weit entfernt davon, und Louis Vuitton, Prada, Dolce&Gabbana oder Frühstück bei Tiffany&Co. leisten zu können, aber gesehen haben möchte man die (größtenteils furchtbar hässlichen) Stücke in den Designer-Schaufenstern schon mal. Nach einer Runde durch die Läden und die Rodeo Collection, eine Ansammlung von schönheitschirurgischen Praxen, entdeckten wir das Panini Café. Eine Straße abseits der Shoppingmeile der Reichen, ein kleines italienisches Café mit Preisen, die das schottische Sparerherz höher schlagen lassen. Dort ließen wir uns eine halbe Stunde nieder, genossen Cappuccino (Mama), Diet Coke (ich) und Hummus Trio with Wheat Panini (beide). Es war oberlecker und mit 17,95$ für alles zusammen ein Schnäppchen, dessentwegen wir uns diesen hübschen kleinen Laden gern merken.

Danach suchten wir unsere Haltestelle wieder auf und fuhren mit der Line 4 ein Stück weiter den Santa Monica Boulevard hinauf. Schließlich wurde es uns jedoch a) zu kalt und dauerte b) im „normalen“ Metro Bus einfach zu lange. Wir wechselten also an passender Stelle auf die Line 704, ein Rapid Bus, der nur alle paar Haltestellen mitnimmt, und in diesem Fall außerdem mit weniger konditionierter Luft glänzte.

Schließlich hörten wir, die nächste Haltestelle sei unsere: „Santa Monica/Ocean“ – die Haltestelle heißen passenderweise immer nach der jeweiligen Querstraße. Wie der Name schon sagt: Da war er, der Pazifik. Erst einmal überquerten wir nur die Ocean Avenue und freuten uns über die Aussicht. Tiefblaues Wasser, Strand, soweit das Auge reicht, Palmen und ein kleiner Freizeitpark, der quasi direkt ins Meer gebaut ist. Herrlich.

Die Ocean Avenue liefen wir erst einmal eine Weile entlang, auf der Seite zum
Strand hin. An der Straßenseite ist das Rauchen verboten, was meiner Meinung nach nur gut ist, weil die Promenade sehr schön und parkähnlich angelegt ist, und so nicht durch herumliegende Kippen verunstaltet wird.

Wir kamen an einem Armeedenkmal vorbei, das ich schön und beeindruckend fand: Fünf viereckige, ca. 2m hohe Steinsäulen, von denen je wie ein steinerner Schatten eine Reihe Bodenplatten wegführte, jede einer Gruppe des amerikanischen Militärs zugeordnet: Army, Marines, Navy, Air Force, Coast Guard. Zu jedem die Mahnung, deren Gefallenen zu gedenken, und ein Nachruf auf ihre Leistungen. Ein vorbeigehender Mann erklärte uns, abends im Dunkeln sähe es besonders toll aus, weil dann aus jeder der letzten Bodenplatten ein Scheinwerfer die Säule anstrahlte.

Allmählich begannen wir, über Mittagessen nachzudenken. Da noch keins in Sicht war, begnügten wir uns mit einem interessanten Besuch bei McDonalds: Auf meine Bestellung zweier „Choco Split Frappé“ wollte mir der junge Mann zwei Kekse verkaufen. Ich wiederholte mich, gemeint sei „Frappé“, nicht „Cookie“ – man kann sich ja mal verhören – was offensichtlich auch verstanden wurde. Davon bekamen wir dann einen. Nachdem ich noch einen zweiten bestellte und mich etwas entnervt in den Restroom verzog, fand ich meine Mutter an einem Tisch mit zwei Frappé-Portionen vor. Einer mit, einer ohne Choco Split. Nunja. Wir haben alle mal einen schlechten Tag.

Daraufhin machten wir uns auf die Suche nach einer Bushaltestelle, von der aus wir nach Hause kommen. Gar nicht mal soo leicht, denn Santa Monica ist einerseits eine Metro-Endstation, von der aus die Busse erstmal ins Depot fahren. Andererseits fahren dort auch Busse einer anderen Gesellschaft, „The big blue bus“, und zu guter Letzt fahren die Busse „unserer“ Lines eine Schleife entlang der Ocean Avenue, sodass unsere Ausstiegshaltestelle nicht zur Weiterfahrt geeignet war.

Schlussendlich haben wir dann doch die 704, unseren Schnellbus, zu fassen gekriegt. Auf der langwierigen Rücktour durch Santa Monica und Beverly Hills bis nach West Hollywood zu unserer Metrostation schlief ich geübt halb auf Mamas Schoß ein. Wann kommt man da sonst mit 27 nochmal zu?

Für morgen haben wir eine Tour durch die Paramount Studios reserviert. Ich bin gespannt! 🙂

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From → Reisetagebuch

2 Kommentare
  1. Da wart ihr ja auch an der Stelle, die heute als Endpunkt der Route 66 gilt. Santa Monica Pier.
    Hach, Fernweh… 🙂

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