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Introducing: Herr S.

16/03/2012

Guten Abend meine Lieben!

Heute wurde mir ein Dokument zugespielt, dass alles erklärt. Zusammenhänge, die ich nicht einmal erahnen konnte, sind mir nun völlig klar.

Das liegt daran, dass es da einen Mann gibt, der genau Bescheid weiß und sich nicht zu schade ist, seine erstaunlichen Erkenntnisse Abend für Abend mit unserer seligen Wenigkeit zu teilen. Wann immer er eine neue Entdeckung macht, sind wir in unseren Büros, erreichbar über eine ganz irdische, noch dazu kostenfreie, nennen wir sie „Service-Hotline“, die Ersten, die er davon in Kenntnis setzt.

Lasst mich zunächst von vorn beginnen. Unser Mann möchte natürlich anonym bleiben, nennen wir ihn also Herrn S., was in diesem Fall natürlich für Superbrain steht.

Vor einiger Zeit sah Herr S. uns alle in Gefahr, von der wir nichts ahnen konnten. Deshalb rief er an einem verregneten Dienstag Abend an und teilte uns mit, dass Herbert Grönemeyer in Kürze angreifen wird. Glücklicherweise sollte dieser Angriff erst am folgenden Wochenende stattfinden, sodass wir die entsprechenden Vorkehrungen treffen konnten und mit heiler Haut davon kamen. Wenig später hatte er wichtige Details über Kermit, den allseits bekannten Frosch. Auf sein Drängen hin waren wir gern bereit, ihn direkt an die Muppetshow zu verbinden.

Wir erfahren dann und wann entscheidende Gegebenheiten über Herrn S. selbst. Vornehmlich dann, wenn es um sein Steckenpferd, die heutige und historische Geografie, geht.  Als er beim folgenden Anruf grade ein interessantes Referat über die Germanen hielt, ließ er nebenher die Bemerkung fallen, er habe 43 Millionen aus der Schweiz – der Norden Deutschlands allerdings reagiere auf den blauen Hunderter.

Auch revolutionäre Projekte schlägt Herr S. gern vor, beispielsweise bot er an, die rechte Seite von Bayern nach Italien abzusenken und auf Automatik umzustellen. Welch segensreiche, neue Denkweise. Insbesondere beschäftigen ihn weiterhin die Umtriebe eines gewissen Herrn Grönemeyer. Laut den Recherchen des Herrn S. stecke dieser unter katastrophalen Umständen mit Banken und Freudenhäusern unter einer Decke. Wir stellen uns das sehr eng vor. Tatsächlich habe sogar die Schwester desselben noch ihre Finger mit im Spiel (wir wussten bis dato nicht einmal etwas von ihrer Existenz). Herr S., seines Zeichens Gründer zweier erfolgreicher Krankenkassen und einer Starkstromsolaranlage, sieht sich in der Pflicht, diesem Treiben ein Ende zu setzen. Und uns selbstverständlich stets auf dem Laufenden zu halten.

Aus unerklärlichen Gründen wurde Herr S. nach den letzten Gesprächen vorübergehend für die Anwahl kostenfreier Rufnummern gesperrt. Dies konnte er – zum Glück – nach einer Weile jedoch beheben, sodass wir wieder in den Genuss seiner Visionen kamen.

Eine Weile waren nun verschiedene kartografische Besonderheiten sein Thema. Unter anderem Kartenthematik im allgemeinen und die mysteriöse Beobachtung, dass in Ostpreußen etwas das Pixeln anfängt. Wir finden das bedenklich. Derweil ist ihm gleich aufgefallen, dass wir neue Kabel verlegen müssen, weil zwischen Schlesien und Russland diese Verbindungen gänzlich fehlen. Natürlich gehen wir der Sache nach. Zudem hat er den Herbert inzwischen bei der Polizei angezeigt – er denkt, das sollten wir wissen. Danach wollte er eigentlich eine Ruhephase einhalten bis einschließlich 28.2. – jedoch kam eine Warnung von Asterix & Obelix dazwischen, die musste uns unbedingt weitergegeben werden. Anschließend versicherte er uns nochmals, nun die verbliebenen 28 Tage Schweigepflicht einzuhalten. Das freut uns.

Kurz darauf meldet sich ein aufgebrachter Herr S. bei uns, der außer sich ist, dass er zur D-Mark zurück muss (dabei hat er doch gar nichts gegen den Euro). Ihm tut das sehr leid. Es wird deswegen auch noch gegen Herrn Westerwelle eine Strafanzeige gestellt, da dieser das mit der D-Mark noch nicht bekannt gegeben hat. Wir bleiben gespannt. Als Entschädigung dafür erhält Herr S. eine eigene Vorwahl vom Außenministerium. Ein Grund zu feiern!

Wozu er diese Vorwahl braucht, wird klar, wenn man bedenkt, dass Herr S. dringend weitere 1000 Telefonanschlüsse für seine Wohnung braucht. Für den Fall, dass einige davon abgehört werden sollten (zum Beispiel von Herbert), nimmt er eben andere – da sollen die erstmal drauf kommen!

Oder die Scharfschützen! Auf dem Dach der Nachbarn des Herrn S. sitzen nämlich Scharfschützen, noch dazu welche, die Ihre Sache sehr gut machen. Dennoch mögen wir ihm bitte seinen Angriff mit Venedig nicht übel nehmen, er hat es wirklich nicht böse gemeint.

Sie sehen also, wir haben einen rundum liebenswürdigen und noch dazu hochintelligenten Informanten aufgetan.

Weitere Episoden folgen nach der nächsten Spielpause.

Herzlichst

Ihre Frau Dr. Lari

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